Philippinen

Das einzige "christliche" Land in Asien, die Republik der Philippinen, ist noch dabei, sich von wirtschaftlichen und politischen Rückschlägen zu erholen, während es sich in der heutigen Welt zu etablieren sucht. In abgelegenen Stammesdörfern, islamischen Hochburgen und verstopften, umweltverschmutzten Großstädten bleiben Evangelisation und Gemeindebau die Priorität der Arbeit der ÜMG.

Bevölkerung

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Als Filipino wurde ursprünglich eine Person spanischer Herkunft bezeichnet, die auf den Philippinen geboren ist. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Begriff auf die "christianisierten" Malay-Indonesischen Menschen (95% der Bevölkerung) angewandt, in Abgrenzung zu den verschiedenen Urstämmen, die in abgelegenen Regionen zu finden sind. Die Bevölkerungsdichte ist sehr unterschiedlich. Grosse Gebiete sind fast unbewohnt, während andere relativ dicht besiedelt sind. Die Hauptstadt Metro Manila hat über 13 Millionen Einwohner.

  • Gesamtbevölkerung: 98 Millionen
  • Bevölkerungsdichte: 281 pro km²
  • Verstädterung: 65%

Religion

Ein Grossteil der Bevölkerung der Philippinen ist römisch-katholisch. Ihr Glaube ist aber mit animistischen und mythischen Elementen vermischt.

Sprache

Auf den Philippinen gibt es acht Hauptsprachgruppen und etwa 170 kleinere Sprachgruppen.

Die offizielle Landessprache ist Filipino, auf der Grundlage von Tagalog. Englisch ist die Amtssprache, oftmals Geschäftssprache und die Sprache in weiterführender Schulbildung. Es gibt keine Einheitssprache.

Geographie

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Die Philippinen sind ein Inselstaat mit über 7000 Inseln. Luzon (im Norden) ist die größte und Mindanao (im Süden) die zweitgrößte Insel.

Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und alle gebirgig. Erdbeben sind relativ häufig. Es gibt etwa 20 aktive Vulkane.

Klima

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei etwa 27°C.

Von Mai bis November ist Regenzeit, von Dezember bis April Trockenzeit. Von Juni bis Oktober werden die philippinischen Inseln jährlich von etwa 20 Taifunen heimgesucht, von denen einige große Schäden hinterlassen.

Geschichte

Die Filipinos sind unterschiedlicher Abstammung. Einflüsse kamen von Malaysia, Indien, China, dem mittleren Osten, Indonesien, Europa und Amerika. Der Islam breitete sich vom 13. Jahrhundert an auf den südlichen Inseln aus.
Die Inseln wurden zuerst 1521 von einem Europäer entdeckt. Später beanspruchten die Spanier den Inselstaat für sich und gaben ihm seinen Namen zu Ehren ihres Königs Philipp II. Unmittelbar danach kamen katholische Missionare in das Land. Es kam schnell zu Bekehrungen, einige durch Druck, aber viele bekehrten sich aus Furcht und Bewunderung, ausgelöst durch die zeremonielle Pracht der römisch-katholischen Rituale. Die Missionsarbeit festigte die spanische Herrschaft und vereinte die Filipinos durch eine gemeinsame Religion.

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Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich einige Rebellengruppen gegen die Spanier und forderten die Unabhängigkeit. Im spanisch-amerikanischen Krieg wurde der gesamte Inselstaat 1898 an die USA verloren, die eine Militärregierung errichteten. 1936 wurde eine Einigung erreicht, welche die Unabhängigkeit gewähren sollte.
Während des 2. Weltkrieg kam es unter der japanischen Besatzung zu weitreichenden Zerstörungen. Endlich, am 4. Juli 1946, wurde die Republik der Philippinen feierlich ausgerufen.
Der wirtschaftliche, soziale und politische Aufbau dauerte Jahrzehnte. Es schien voran zu gehen, als Ferdinand Marcos 1965 zum Präsidenten gewählt wurde. Doch es folgten Unruhen, worauf Marcos 1972 das Kriegsrecht verhängte. Er regierte bis 1986 ohne eine Opposition. Erst nach turbulenten Wahlen verliess er das Land. Corazon Aquino, die Frau des ermordeten Oppositionsführers, wurde Präsidentin. Ihre Regierung überstand sieben Putschversuche, war aber machtlos, die schwierigen wirtschaftlichen Probleme anzugehen, die militärischen Auswüchse zu zügeln oder den Einfluss der Kommunisten und Moslems zurückzudrängen.
Fidel Ramos wurde 1992 durch eine Minderheitswahl zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Leitung erreichte das Land einen gewissen Grad an wirtschaftlichem Wachstum und Stabilität.
Heute ist Gloria Macapagal-Arroyo Präsidentin. Sie erreichte ein Friedensabkommen mit den Rebellen. Aufgrund der schwieriger werdenden wirtschaftlichen Situation sowie der Korruption gewannen die kommunistischen Rebellen an Zulauf. Ausser diesen und islamischen Rebellen versuchen noch andere Elemente, die jetzige Regierung zu destabilisieren.

Das Christentum auf den Philippinen

Durch die spanischen Eroberer zum Katholizismus gezwungen, mischten ihn die meisten Filipinos mit ihrem eigenen animistischen Glauben. Bis heute ist der Katholizismus, bzw. der Volkskatholizismus, auf den Philippinen mit Aberglauben und Spiritismus vermischt.

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Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es Religionsfreiheit. Evangelische Missionare begannen mit Gemeindebau. Diese Gemeinden wurden jedoch zunehmend liberaler. Die ÜMG begann 1951 mit der Arbeit auf den Philippinen. Die ersten Mitarbeiter evangelisierten in den chinesischen Gemeinden in Manila und Davao sowie unter den bis dahin total unerreichten Mangyanstämmen der Insel Mindoro. Inzwischen haben die Mangyanen Gemeinden ihre eigenen Gemeindeleiter. Dadurch wurden ÜMGler frei, in andere strategische Gebiete im ganzen Land zu ziehen. Die Gemeinden sind Mitglieder der „Alliance of Bible Christian Communities of the Philippines" -ABCCOP- (Allianz der Bibel-Christen-Gemeinden auf den Philippinen).

Evangelisation und Gemeindebau bleiben die Priorität unserer Arbeit; in abgelegenen Stammesdörfern, islamischen Hochburgen und verstopften, umweltverschmutzten Grossstädten. ÜMGler sind auch in anderen wichtigen Diensten für die christliche Gemeinde tätig: Theologische Ausbildung, Literaturarbeit, Bibelübersetzung, Arbeit unter den Armen in den Elendsvierteln, Medienarbeit, allgemeine Gesundheitsfürsorge sowie Lese- und Schreiblernprogramme und andere Aufgaben.
Westliche und einheimische Sekten sind sehr aktiv und wachsen schnell. Darum ist biblisch fundierte Lehre für die christliche Gemeinde so wichtig.

Ziele der ÜMG

  • Gemeindebau in den Großstädten und unter verschiedenen Urstämmen
  • Biblische Lehre und Leiterschulung
  • Arbeit unter islamischen Minderheiten
  • Missionsausbildung

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