Japan

Japan ist super modern, hoch technisiert und wirtschaftlich eines der führenden Länder dieser Welt. Gleichzeitig fasziniert es durch eine alte traditionsreiche Kultur und Zivilisation.

Bevölkerung

  • Gesamtbevölkerung: 127 Millionen (Deutschland: 82 Mio., Schweiz: 7,6 Mio.)
  • Bevölkerungsdichte: 336 pro km² (Deutschland: 230, Schweiz: 181)
  • Verstädterung: 79,5% (Im Grossraum Tokios leben ca. 36,7 Mio. Menschen, in der Stadt selbst etwa 12,8 Mio.)
  • 99% Japaner

Religion

  • Buddhisten: 71,4%
  • Schintoisten: 83,9%
  • Neue Religionen: 24,4%
  • Nichtreligiöse/Andere: 4,3%
  • Christen: 1,6%

Da die meisten Japaner gleichzeitig verschiedenen Religionen angehören, ist diese Gesamtzahl höher als 100%.

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Etwa 80% der Japaner haben keine persönliche Religion, die im täglichen Leben eine Rolle spielt. Die Gesellschaft übt einen starken Druck auf die Menschen aus. Sie gibt den Ton an, was “man“ macht. Bei Geburten geht “man“ zum Schintoschrein; auch zu Neujahr besucht “man“ die Götter. Buddhistisch wird “man“ beerdigt. Neuerdings heiratet “man“ christlich oder westlich.

Der Schintoismus basiert auf Ahnenkult sowie Naturanbetung und hat ungefähr 200 Sekten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Schintoismus zur Staatsreligion erklärt und galt als Symbol für den Nationalismus. Er propagierte die Anbetung des Kaisers und die Überlegenheit der japanischen Rasse. Verfassungsmässig wurde er als Staatsreligion nach dem 2. Weltkrieg abgeschafft, ist aber unterschwellig noch vorhanden und könnte jederzeit wieder aufleben.

Sprache

Im ganzen Land wird Japanisch gesprochen.

Geografie

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Japan besteht aus vier Hauptinseln und über 6000 kleineren Inseln, die wie ein Halbmond östlich vor der Küste Chinas und Koreas liegen.

Japan hat häufig Erdbeben. Grössere Erdbeben können zu Katastrophen führen wie im Januar 1995 in Kobe, als 5000 Menschen umkamen. Ausserdem gibt es 86 aktive Vulkane.

Klima

Das Klima Japans zeigt grosse Unterschiede, da sich das Land über etwa 15 geographische Breitengrade erstreckt. Die Temperaturen reichen von -30 bis +35°C im Norden und von 0 bis 39°C im Süden.
Der Norden ist von kurzen Sommern und harten, langen Winter geprägt. In Tokio und dem Süden Japans dominieren heisse und feuchte Sommer und milde Winter mit wenig Schnee. Von August bis Oktober können Taifune an den Küsten im Süden grossen Schaden anrichten.

Geschichte

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Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 2.Weltkrieg versuchte Japan, sich bis nach Korea, China und Taiwan auszubreiten. 1937 erklärte Japan China den Krieg, und von 1940 an besetzte es Indochina sowie einige andere südostasiatische Staaten. Die USA begannen japanische Städte zu bombardieren, was 1945 zum Einsatz der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki führte.

Nach dem Krieg wurde Japan von den Vereinten Nationen (hauptsächlich Amerikanern) besetzt. Japan eignete sich viele “westliche” Qualitäten an und erlebte erstaunliches wirtschaftliches Wachstum. Es übernahm in vielen Industriezweigen die Weltführung.
Nach Jahrzehnten rascher wirtschaftlicher Erweiterung kam es in den 90er Jahren zu einem Wachstumsstillstand. Die Weltwirtschaftskrise in 2008 verschärfte die Lage noch drastischer.
Es setzte eine grosse Ernüchterung ein, gepaart mit Hoffnungslosigkeit und Leere.
Seit dem Jahr 1998 nehmen sich jährlich über 30.000 Menschen das Leben. Viele sind auf der Suche nach Wahrheit und Halt.

Das Christentum in Japan

Der Jesuit Francis Xavier brachte 1549 das Christentum nach Japan. Die Shogun (japanische Führer) waren überzeugt, dass dies geschah, um sie für eine europäische Eroberung zu schwächen. Im Jahr 1612 wurden 300.000 Christen verfolgt, viele starben als Märtyrer. Das Land schloss sich 250 Jahre lang für alle Ausländer.
Japanische Kirchengeschichte ähnelt einem Wechselbad. Ende des 19. Jahrhunderts öffnete Japan erneut seine Tür zum Westen und reagierte positiv auf das Evangelium. Es folgte aber erneut Misstrauen und Ablehnung. Die Kirche wuchs erst wieder in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, bis der Druck von innen (liberale Theologie) und aussen (Militärregierung) dies stoppte.
In den ersten Nachkriegsjahren waren Japaner zunächst offen für das Evangelium, aber es hielt nicht lange an. Missionarische Aktivitäten gingen vor allem von Amerika aus, dann zunehmend auch von Korea. In den letzten zwanzig Jahren entstanden einige grössere Gemeinden mit über 100 Mitgliedern, manche sogar in ländlichen Gegenden. Trotz dieses ermutigenden Wachstums verharrt die Bevölkerung allgemein in ihrer materiellen Einstellung. Eine Offenheit für das Evangelium und der Durchbruch müssen erst noch kommen.

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In Übereinstimmung mit dem Pioniergedanken der ÜMG zogen die ersten Missionare 1951 in unerreichte Gebiete, wobei sie sich auf die Insel Hokkaido und die Provinz Aomori konzentrierten. Besonders junge Leute kamen zum Glauben. Durch die Abwanderung der Bevölkerung in die grossen Städte lösten sich viele Gemeinden wieder auf. Aus diesem Grund hatte die ÜMG lange Zeit einen Schwerpunkt auf der Arbeit in den Grossstädten von Sapporo bis Tokio. In den letzten Jahren hat sich die Landflucht jedoch verlangsamt und die ÜMG richtet ihr Augenmerk wieder vermehrt auf kleinere, unerreichte Städte.

Geistlich gesehen scheint Japan dem Evangelium gegenüber verschlossen zu sein, obwohl Religionsfreiheit herrscht. Der gesellschaftliche Druck zur Konformität und die hohe Arbeitsmoral ersticken das Christentum. Viele Gemeinden haben nur eine Handvoll Mitglieder, hauptsächlich Frauen. 70% der Gemeinden haben einen durchschnittlichen Besuch ihrer Gottesdienste von weniger als 30 Personen, obwohl die Mitgliederzahlen höher liegen.
Wirtschaftliche Rezession und politische Skandale haben die Leere des Materialismus aufgedeckt. Geistliches Interesse kommt wieder mehr zum Vorschein, was man auch an der rasant zunehmenden Zahl der Sekten erkennt. Es gibt keine Einschränkungen, das Evangelium weiterzugeben. Mögen Christen mit ihrem Angebot der Hoffnung ganz vorne stehen!

Prioritäten der ÜMG

  • Gründung von Gemeinden an strategisch wichtigen Orten in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband evangelikaler Gemeinden
  • Kreative Evangelisation, durch die verschiedene Gesellschaftsschichten erreicht werden sollen: z.B. Jugendliche, Geschäftsleute, Hikikomori (Menschen, die sich von der Gesellschaft abschotten)
  • Studentenarbeit in Verbindung mit KGK (vergleichbar mit SMD)
  • Schulung und Zurüstung von Missionaren zu effektivem Dienst

Es geht nur gemeinsam. Einheimische Christen und Missionare müssen zusammenarbeiten. Damit Japaner Christen werden. Frei werden. Hoffnung gewinnen. Bist du dabei?

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