Asiaten in der Schweiz

Die ÜMG arbeitet auch in der Schweiz unter Asiaten. Meistens geschieht das durch Missionare, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in Asien leben, aber dennoch eine Liebe zu den Menschen ihrer adoptierten Kultur haben. Da diese Mitarbeiter die Sprache und Kultur des Volkes kennen, können sie Brücken und Beziehung zur Schweizer Kultur bilden. Dadurch sind sie den vielen Asiaten, die in der Schweiz leben, eine wertvolle Stütze und können ihnen das Evangelium weitergeben.

Aktuelle Studie

Eine Studie von Andreas Gerster, die im Auftrag der ÜMG durchgeführt wurde.

In der Schweiz leben gut 80 000 Menschen aus den Ländern Asiens, wo die ÜMG arbeitet. Sie sind aus verschiedenen Gründen hier in der Diaspora. Die Asiaten leben verstreut in der Schweiz. Viele leben in Genf und Zürich, aber auch Biel, Aarau und Rikon (Tibeter) haben einen erhöhten Anteil von Asiaten. Nur etwa 3,3% von ihnen sind Christen. Es gibt einige christliche Gemeinschaften für Asiaten in der Schweiz und einige Gemeinden, die bewusst versuchen, sie zu integrieren.

Jährlich kommen etwa 1,3 Millionen Asiaten in die Schweiz als Touristen. Jahrelang waren die meisten aus Japan, doch im Jahre 2010 waren erstmals mehr Chinesen (aus China und Taiwan) in der Schweiz.

Verschiedene Gemeinde und Organisationen haben regelmässige Angebote für Asiaten in ihrem Programm. Trotz Mangel an vollzeitlichen Diaspora-Arbeitern, teilweise grossen Distanzen zwischen den einzelnen Menschen einer bestimmten Ethnie und anderen Herausforderungen, sehen wir deutlich Gott am Werk unter Asiaten in der Schweiz.

Die Frage lautet schon längst nicht mehr, ob sich Diaspora Arbeit lohnt, sondern wie wir uns verstärkt dafür engagieren können. Wichtig ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Glieder des Leibes Christi, damit Asiaten möglichst effektiv mit dem Evangelium erreicht werden können. Landeskirchen, Freikirchen, Studenten-Organisationen und die Missionen wie die ÜMG müssen ihre Ressourcen gemeinsam in die Diaspora Arbeit einbringen. Die ÜMG hat einige Mitarbeiter, entweder aktive oder ehemalige, die unter Thai und unter Japanern arbeiten. Diese Arbeit ist oft natürlich gewachsen und reflektiert die Tatsache, dass viele ÜMG-Mitarbeiter in diesen Ländern tätig sind.

Auch die zweite Generation von Asiaten in der Schweiz beschäftigen Diaspora Arbeiter und asiatische Leiter. Dies ist eine neue Herausforderung für Christen, denen die Asiaten wichtig sind.

Schweizer Gemeinden können und sollen auch Asiaten, die für kürzere oder längere Zeit in ihrer Umgebung leben, die Liebe Jesu in Wort und Tat weitergeben. Befähigt durch Jesu Liebe können sie mit Fremden in Kontakt treten, auch wenn die sprachlichen und kulturellen Barrieren nicht zu unterschätzen sind. Die Tatsache, dass in den meisten Fällen prozentual weniger Asiaten in der Schweiz Christen sind als in ihren Heimatländern, fordert uns heraus. Wo sind die Arbeiter ins Diaspora-Erntefeld?