HERZLICHEN DANK!

18/02/2012 4:00 pm  <>

Nakhon Sawan, 9. Februar 2012

Liebe Freunde, liebe Unterstützer

Mit diesem Brief möchten wir unserer tiefen Dankbarkeit Ausdruck geben für Ihre großzügige Unterstützung, die wir als ÜMG Thailand zugunsten der Überschwemmungsopfer erhalten haben.

Von September bis Anfang Dezember 2011 waren weite Teile von zuerst Zentralthailand und später auch Bangkok überschwemmt.

Ihre großzügige Unterstützung hat es unserem Personal ermöglicht, in einer Vielzahl unterschiedlicher Hilfsaktionen tätig zu sein. Vielen Dank!

In einer ersten Phase waren vor allem die Verteilung von Trinkwasser und Lebensmitteln und das Bereitstellen von Notunterkünften notwendig. Zusammen mit Thai Partnern haben ÜMG Mitarbeiter tausende von Hilfspaketen und viel Trinkwasser verteilt. Wir konnten eine Anzahl von motorisierten Booten kaufen und so Hilfsgüter auch in von der Umwelt abgeschnittene Gebiete bringen. Um den Menschen ganzheitlich zu begegnen, wurden neben der materiellen Hilfe auch die emotionalen und geistlichen Bedürfnisse bedacht: die Gute Nachricht von Jesus Christus wurde in unterschiedlicher Form weitergegeben und mancherorts wurden Sport- oder Bastelprogramme für Menschen in Evakuierungszentren angeboten.

Als das Wasser zurückging, stand die immense Aufgabe des Wiederaufbaus bevor: Schlamm und kaputte Möbel aus Häusern räumen, Türen reparieren, Wände schrubben und neu streichen, usw. Zusammen mit Thai Partnern hat die ÜMG eine weite Bandbreite von Aufbauarbeiten initiiert und ausgeführt, z.B. renovieren von Häusern bedürftiger Menschen, renovieren von einigen öffentlichen Einrichtungen (z.B. einer armen, ländlichen Schule), putzen von blockiertem Abflusssystem, kaufen von Saatgut für Reisbauern, die ihre Ernte verloren hatten usw.

Es soll aber nicht nur beim Reagieren auf eine Krise bleiben. So sind wir im Prozess, zusammen mit dem ACT Kirchenverband allfällige, zukünftige Nothilfe besser vorzubereiten (z.B. Stationierung von Booten oder Installation von Wasserfilteranlagen an strategischen Stellen).

All diese bis jetzt erwähnten Nothilfeaktionen und vorbereitenden Maßnahmen können relativ schnell ausgeführt werden, wenn die notwendigen finanziellen Mittel und vertrauenswürdiges Personal vor Ort zur Verfügung stehen.

Die Aufgabe, individuellen Menschen nach einer solchen Krise wieder auf die Beine und zu einer Einnahmequelle zu verhelfen ist dagegen eine größere Herausforderung. Ein Beispiel mag das verdeutlichen: Ein ÜMG Mitarbeiter und Thai Pastor haben mit einem recht schwer betroffenen Dorf im Gebiet von NakhonSawan zusammengearbeitet. Nach der ersten Phase der Nothilfe wurden zusammen mit dem Dorfvorsteher nächste, mögliche Hilfsmaßnahmen durchgedacht. Auf die Frage: „Was für Hilfe ist notwendig, damit die Menschen wieder auf die Beine kommen können?“ gab der Dorfvorsteher eine Antwort, die auch schon früher gemachte Erfahrungen bestätigte: „Mit der Ausnahme einer gelähmten Frau könnten alle ohne große Hilfe wieder auf die Beine kommen - mit der Ausnahme einer ganzen Anzahl von Leuten, bei denen jedoch alle materielle Hilfe gleich in Alkohol umgewandelt oder im Glückspiel verloren gehen würde.“

Das war eine ernüchternde Aussage und erinnert daran, dass Entwicklungsbemühungen oft wenig positive Langzeitauswirkungen haben, wenn diese Bemühungen nicht Hand in Hand gehen mit Lebens- und Herzensveränderung der betroffenen Menschen.

Für mich persönlich hat dies einmal mehr die Notwendigkeit bestätigt, den Menschen ganzheitlich zu helfen - materiell und spirituell/geistlich.

Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen bereit waren, materielle Hilfestellung zu geben wie dies durch die große Opferbereitschaft aller Spender sichtbar wurde! Und ich habe mich auch gefreut zu sehen, wie Thai Christen auf die Überschwemmungskrise ganzheitlich reagiert haben, indem sie materielle Hilfe aber auch die Gute Nachricht von Jesus Christus weitergegeben haben.

Die Wassermassen der Überschwemmung sind abgetrocknet, aber die geistliche Not bleibt. Das fordert mich zutiefst heraus, denn die geistliche Dimension betrifft die Menschen heute und in alle Ewigkeit.

ÜMG Thailand bleibt dran, sich der geistlichen Herausforderungen zu stellen, dass auch heute noch weniger als 1% der Thais Jesus Christus kennen.

Einige von Ihnen haben vielleicht die Videoclips gesehen, welche über die Überschwemmungen informiert haben. Die ÜMG hat auch einige Videoclips produziert, welche guten Einblick in die geistliche Situation in Thailand geben, z.B.:

· Volksbuddhismus: http://vimeo.com/groups/uemg/videos/24519290

· Das Karma überwinden: http://vimeo.com/groups/uemg/videos/24555752

· Das Nichts als Ziel: http://vimeo.com/groups/uemg/videos/24559219

Mit einer weiten Bandbreite von Diensten versuchen wir den Thais ganzheitlich zu dienen. Wir haben eine Reihe von unterschiedlichen Projekten mit diesem Ziel. (z.B. "P68207 - New Church Plants"). Informationen zu diesen Projekten sind im ÜMG Büro in Deutschland und der Schweiz erhältlich (siehe www.omf.org ). In Englischer Sprache sind auch Informationen direkt bei ÜMG Thailand erhältlich ( www.omf.org/thailand ).

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Unterstützung der Arbeit in Thailand!

Gott segne Sie reich in einem Leben mit Ihm!

Für ÜMG Thailand

Ulrich Kohler

Flood Relief - Thankyou.pdf

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