Ernsthaft lieben und grosszügig dienen
27/04/2011 12:00 pm <>
Als die Welt am 18. März wegen des Erdbebens in Japan immer noch unter Schock stand, griff eine weitere Welle der Panik um sich. In Hong Kong und anderen Grossstädten Chinas kauften die Menschen Salz ein, weil sie glaubten, es würde sie vor radioaktiver Strahlung schützen. Innerhalb eines Tages war alles Salz sowie alle Waren, die Salz enthielten, ausverkauft. Eine Krise erzeugt Angst! Angst ist real!
Der Petrus, den wir in den Evangelien finden, war ein ängstlicher Mann. Als sein Leben in Gefahr war, verfluchte er sich selbst und beharrte darauf, Jesus nicht zu kennen. Der Petrus der frühen Kirche wiederum war ein ganz anderer Mensch. Selbst unter äusserstem Druck war er voller Mut und stand klar dazu, dass es nur in dem Namen von Jesus Christus Heil gibt (Apg. 4,8-12).
Die Verwandlung des Petrus von einem ängstlichen Menschen zum glaubwürdigen Zeugen Gottes geschah nicht über Nacht. Jesus hatte mit Petrus Geduld und diente ihm, selbst in seiner grössten Krise. Petrus erfuhr von Jesus Trost (Joh. 21,9), Ermutigung (Joh. 21,15) und eine erneute Berufung in die Nachfolge (Joh. 21,22). Der Ruf: „Folge mir nach!“ war die erste und ultimative Aufforderung Jesu an Petrus (Matt. 4,9).
Petrus wurde durch die Begegnung mit Jesus zu einem Mann des Glaubens, der die frühen Christen herausforderte, ernsthaft zu lieben und grosszügig zu dienen, ganz besonders in Krisenzeiten, denn „es ist nahe gekommen das Ende aller Dinge“ (1. Petr. 4,7-11).
Mögen wir dies in der Nachfolge Christi ebenso praktizieren. Mögen wir aneinander denken im Gebet, vor allem an diejenigen, die den Japanern in dieser schwierigen Zeit dienen. Möge die Geduld, die Gnade und der Trost des Herrn durch unseren Dienst sichtbar werden.
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