Gut verbunden
IT-Spezialisten in der Mission
von Jon Watts, ÜMG/OMF IHQ Singapur, Mai 2008
Mei-Meis Familie ließ in den fruchtbaren grünen Tälern Indochinas alles Bekannte zurück. Als der Krieg über ihr friedliches Bergdorf fegte, trugen sie Mei-Mei bis zu einem Flüchtlingslager. Dort traf ihr Onkel einen Fremden, der ihm eine merkwürdige Geschichte von einem Gott erzählte, der starb und wieder auferstand. Ihr Onkel glaubte dieser Geschichte und erzählte sie der Familie seines Bruders.
Heute ist Mei-Mei diesem Fremden immer noch dankbar. Durch sein Beispiel inspiriert, trat sie später der ÜMG bei, fest entschlossen, die Gute Botschaft dorthin zu tragen, wo sie noch nie gehört wurde.
Dieser christliche Arbeiter, der im Flüchtlingslager so treu von Jesus zeugte, war nicht alleine losgezogen. Hinter ihm standen Unterstützer, die für ihn beteten, ihn liebten und ihn finanziell unterstützten. In der Mission vergessen wir oft die Partnerschaft zwischen denen, die senden und denen, die gesandt werden.
Doch es gibt noch eine dritte Gruppe von Leuten, die in der Mission oft vergessen werden: Fachleute, die die Organisation, die Logistik und alle anderen Hintergrundsarbeiten erledigen, damit Missionsgesellschaften funktionieren und Missionare ihre Arbeit tun können.
Ich bin einer dieser Fachleute. Meine Reise in die Mission begann 1998 durch einen Urlaub in China. Ich hatte Zeit zu reflektieren und stellte fest, dass mein Leben an mir vorbeizog, ohne dass ich mein Christsein wirklich lebte. So betete ich: „Herr, hilf mir! Schick mir Menschen, die mir zeigen können, wie man ein authentisches Leben im Glauben lebt.“
Gott führte es, dass ich Spezialist in Projektmanagement und IT wurde. Mein Gebet beantwortete er aber durch Christen in New York und London. Als ich später nach Singapur zog, um dort für eine weltliche Firma zu arbeiten, befreundete ich mich mit einigen ÜMG Mitarbeitern. Bald kam die Anfrage, ob ich interessiert wäre für die ÜMG ein Internationales Personal-System (IPS) zu entwickeln.
Zu dieser Zeit hatte ich bereits elf Jahre erfolgreich in der Wirtschaft gearbeitet. Mit einer Investmentbank entwickelte ich internationale Finanzlösungen. Ich war bezüglich der Anfrage der ÜMG hin und her gerissen. Warum sollte eine Fachkraft einer missionarischen Organisation beitreten? Ist das nicht „Flucht“ aus der Welt? Was ist mit der geistlichen Not an meinem bisherigen Arbeitsplatz?
Es wurde mir klar, dass mein Fachwissen das Projekt der ÜMG wirklich weiterbringen würde. Daher akzeptierte ich die Herausforderung, das ‘IPS – Connecting People’-Projekt zu leiten.
Für die Arbeit unter Asiaten brauchen wir noch mehr Mitarbeiter, die Gottes Herrlichkeit verkünden und glauben dass Gott 900 neue Mitarbeiter bis 2011 senden will. Doch wir müssen auch sicherstellen, dass wir die Strukturen aufbauen, die nötig sind, um so viele Leute langfristig in ihrer Aufgabe zu unterstützen.
Die ÜMG sucht daher willige und erfahrene Mitarbeiter im Bereich der Informationstechnologie. In der Vergangenheit wurde wenig in IT investiert und die existierenden Systeme kommen an ihre Grenzen. Wir benötigen IT um der ÜMG zu helfen:
- Das Heute zu verstehen – Um unser Personal fachgerecht zu unterstützen, benötigen wir aktuelle und korrekte Informationen. Mit duzenden von kleinen, unverbundenen Datenbanken quer durch die Organisation verlieren wir gegenwärtig viel Zeit, indem die selben Daten mehrfach an verschiedenen Orten eingeben werden müssen. Es entsteht Verwirrung, wenn Daten einer Datenbank nicht dieselben sind wie die einer anderen!
- Das zukünftige Wachstum zu erleichtern – Wir investieren bewusst enorm viel Zeit, um Menschen zu helfen ihre Berufung zu klären und ihren Weg mit Gott zu gehen. Zusätzlich verbringen wir etwa 20 Stunden pro Bewerber damit, die administrativen Belange zu verwalten. Das IPS zielt darauf ab, diesen Arbeitsaufwand zu verringern, um unsere Mitarbeiter freizusetzen, das Wachstum effektiv zu handhaben und mehr persönliche Zeit mit den Bewerbern zu haben.
- Der Mitarbeiterschaft Weiterentwicklung zu ermöglichen – Wir wollen sicherstellen, dass das reiche Erbe der ÜMG an unsere Mitarbeiter durch Schulung und formloses Lernen weitergegeben wird. Dies ist in Zeiten des zahlenmäßigen Wachstums besonders wichtig. Gegenwärtig haben wir ein fünfköpfiges Trainerteam, das jedes Jahr Monate mit Reisen verbringt, um ÜMG-Mitarbeiter weltweit zu schulen. Durch die Benutzung von Online-Lernprogrammen könnte dies schneller und ökonomischer geschehen.
Wir benötigen Ihre Gebete und Ihre Unterstützung: Wenn dieses Projekt gelingen soll, wird das IPS-Team Weisheit, Ausdauer und Ressourcen benötigen. Durch "IPS – Connecting People" können betriebswirtschaftliche und technische Fachkenntnisse dazu beitragen, dass Mission gelingt. Die Missionare werden für ihre eigentliche Arbeit freigesetzt und missionarische Aktivität wird effektiver durch verbesserte Kommunikation.
Einige setzen sich in Flüchtlingslagern, Urwalddörfern oder Megacitys ein. Andere wirken anonym hinter den Kulissen in medizinischen Praxen, Klassenzimmern oder IT-Teams. Doch wir dienen alle mit der gleichen Leidenschaft Jesus, um IHN zu kennen und um IHN bekannt zu machen.
