Shan: Gott wirkt im Verborgenen

Gott wirkt im Verborgenen

Anfang Okt. 2002 traf unsere Missionarin unter den Shan einen Teenager aus der Gemeinde. Er war eigentlich sehr schüchtern und sagte nie viel. Doch die Missionarin hatte bemerkt, dass er in letzter Zeit viel aufgeschlossener war. „Tante“, sagte er zu ihr, „vielen Dank, dass du mir damals die Bibel geschenkt hast“.

Richtig, vor drei Jahren war er auf die Missionarin zugekommen und hatte gesagt, dass er schon lange auf eine Bibel spare. Er hätte das Geld auch schon fast zusammen und es würde nur noch zwei Monate dauern, bis er sich eine Bibel kaufen könnte. Daraufhin unterhielt sich die Missionarin mit ihm und fand heraus, dass er sehr hungrig nach dem Wort Gottes war. Schließlich schenkte sie ihm eine Bibel, die er mit leuchtenden Augen annahm!

Mitte Oktober 2002 war er wie üblich in der Gebetsstunde. „Und für was können wir noch beten“, fragte die Missionarin in die Runde. Zum ersten Mal meldete sich der Jugendliche: „Für mich“, sagte er, „damit ich wirklich von Jesus weitererzählen kann. Wenn ich auf der Arbeitstelle etwas von Jesus sage, lästert der eine Mitarbeiter immer. Im Grunde weiß er mehr von der Bibel als ich. Die anderen, die mir zuerst zugehört haben, fangen dann auch an, über mich zu lachen. Wir müssen für sie beten und für mich, dass ich im Glauben festbleibe.“