Wachstum ja, aber weniger als erhofft
2006 setzten sich die einzelnen „sendenden Länder“ konkrete Gebetsziele. Darin legten sie fest, wie viele Mitarbeiter sie in den nächsten fünf Jahren aussenden wollten. Die ÜMG Deutschland entschied, um 50 neue Mitarbeiter zu beten. Nach Ablauf dieser Zeit ist es gut, Rechenschaft zu geben.
Inhalte, nicht Zahlen
Der Aufruf zum Gebet umfasste vier inhaltliche Punkte. Wir beteten,
1) dass Jesus allein unser Beten und Handeln bestimmt,
2) für fünf Arbeits-Schwerpunkte unter Asiaten:
(a) verstärkten Einsatz unter Muslimen
(b) nachhaltigen Dienst unter Buddhisten
(c) Wahrnehmen wachsender Möglichkeiten in China
(d) Ostasiaten außerhalb Asiens („Diaspora“)
(e) das Initiieren asiatischer Missionsbewegungen.
3) Wir beteten zusätzlich um Mitarbeiter für die Begleitung unserer Missionare (Administration).
4) Als letztes beteten wir um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit all denen, die Jesus unter Asiaten verherrlichen wollen.
Um diese vier Punkte umsetzten zu können, baten wir Gott um 900 neue Mitarbeiter. 700 davon waren für den direkten Feldeinsatz vorgesehen; 200 sollten die Infrastruktur unterstützen.
Langzeit-Missionare im Plus
Statt der erbetenen 900 Mitarbeiter stiegen „nur“ 600 neu in die weltweite OMF/ÜMG ein. Überraschend ist, dass diese Mitarbeiter länger bleiben als in der Vergangenheit.
Der Anteil der Langzeitmitarbeiter stieg von 2006 - 2011 im Vergleich zu 2001 - 2006 um 42%. Der Anteil der Mitarbeiter, die „nur“ für zwei bis drei Jahre in Asien bleiben, sank im selben Zeitraum um 30 %.
Asien boomt!
Auffällig ist, wie viele ethnische Asiaten Gott in die Arbeit der ÜMG berufen hat. Viele von ihnen stammen aus Auswandererfamilien in den USA, Australien oder Neuseeland und kehren als Missionare in die Heimat ihrer Vorfahren zurück.
Ein Land erreicht 100%
Holland ist das einzige Land, das die erbetene Zahl neuer Mitarbeiter senden konnte. Australien, die Philippinen und die Schweiz erhielten zwischen 63 % und 87 % der erwünschten Mitarbeiter.
Aus Deutschland konnten wir zwischen 2006 und 2011 nur 24 der erhofften 50 Mitarbeiter senden.
Dies könnte an den rückläufigen Geburtenzahlen, verbunden mit wachsendem Materialismus und einer größeren Unsicherheit zusammenhängen. Zweifellos spielt der Rückgang des Missionsverständnisses in den Gemeinden eine wesentliche Rolle.
ÜMG-Ziele für 2012
Welche Schwerpunkte setzen wir uns in diesem Jahr?
1) Unser Auftrag bleibt: Asiaten sollen von Jesus hören können.
2) Wir fördern das Gebet für Asiaten.
3) Wir vermitteln Gemeinden die geistliche Not Asiens und ermutigen sie zur Mitarbeit.
4) Neue Mitarbeiter werden gründlich auf ihren Einsatz vorbereitet und in Verbindung mit ihrer Heimatgemeinde ausgesandt.
5) Wir passen unsere Infrastruktur veränderten Bedingungen an, um den Auftrag weiterhin ausführen zu können.
Gott möchte die Gemeinden Deutschlands und die ÜMG weiterhin an seinem Auftrag teilhaben lassen. Bitten Sie den Herrn um weitere Mitarbeiter, auch von hier.
Hans Walter Ritter
Missionsleiter

