Thailand

In Thailand, dem ehemaligen Siam, offiziell "Königreich Thailand", gibt es nur wenige Christen. Geistlich gesehen bieten sich viele Möglichkeiten für die Verkündigung des Evangeliums. Aber die Resonanz auf solche Bemühungen ist meist schwach. Die ÜMG hat etwa 160 Missionare in Thailand.

Berichte und Geschichten aus Thailand finden Sie HIER

Bevölkerung

  • Gesamtbevölkerung: 67 Millionen (Deutschland: 81,5 Mio., Schweiz: 7,6 Mio.)
  • Bevölkerungsdichte: 124 pro km2 (Deutschland: 231, Schweiz: 181)

Ca. 75% der Bewohner von Thailand sind Thais. Die größte Minderheit stellen Chinesen dar (14%), wobei die meisten von ihnen die thailändische Staatsbürgerschaft besitzen. Zu den anderen Volksgruppen gehören die Malai sprechenden Muslime im Süden und die Bergvölker im Norden des Landes.

Religion

  • Buddhisten: 85,3%
  • Muslime: 7,9%
  • Chinesische Religionen: 1,8%
  • Christen: 1,1% (Evangelikale: 0,6%)

Das Land hat 18.000 buddhistische Tempel und 300.000 buddhistische Mönche. Annähernd jeder erwachsene buddhistische Mann verbringt wenigstens einige Tage, oftmals aber einige Monate seines Lebens, in einem buddhistischen Kloster. Fast alle Muslime leben im äußersten Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia oder in Bangkok.

A visual glimpse of Thailand's Buddhist culture, some darker facets of daily life and local believers crying out to God. In recent years their prayers have been answered with hundreds of new churches taking root.

Sprache

Die Hauptsprache des Landes, Thai, gehört zur Gruppe der Mon-Khmer Sprachen. Vier verschiedene Thaidialekte sowie Laotisch, mehrere chinesische Dialekte, Malaiisch und Khmer werden außerdem in Thailand gesprochen; hinzu kommen die verschiedenen Sprachen der zahlreichen Bergvölker im Norden, die z.T. keine Verwandtschaft mit den Mon-Khmer Sprachen aufzeigen. Englisch wird an fast allen Schulen und Universitäten unterrichtet.

Geographie

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Mit einer Fläche von 513.115 km2 (Deutschland: 357.022 km2, Schweiz: 41.290 km2) zeigt Thailand viele landschaftliche Kontraste auf: Norden und Westen sind bergig, der Nordosten ist eine riesige, unfruchtbare Ebene; Zentralthailand ist fruchtbar und äußerst dicht besiedelt; der Süden zeichnet sich aus durch schmale Ebenen entlang dem Meer und durch hohe Berge. Das Land wird zu 75% landwirtschaftlich genutzt.

Klima

Thailand hat ein feucht-heißes Tropenklima, das von Monsunwinden beeinflusst wird. Die heiße Jahreszeit (Februar bis Mai) hat Temperaturen bis 40°C. Während der Regenzeit (Juni bis November) liegen die Temperaturen zwischen 26-37°C und in der kühlen Jahreszeit zwischen 13-33°C.

Geschichte

Thailand ist einzigartig in Südostasien, weil es nie von einer anderen Nation abhängig war ("thai" bedeutet "frei"!). Thailand etablierte sich im 13. Jahrhundert als Königreich und erweiterte seine Grenzen durch Eroberungen. Im 19. Jahrhundert nahm der britische Einfluss durch Handel zu, das Land wurde modernisiert. Thailand bewahrte seine Unabhängigkeit dadurch, dass es ganze Länder an die Kolonialmächte abgab (Kambodscha und Laos an Frankreich, einen Teil von Malaysia an England). Nachdem Thailand während des 2. Weltkriegs anfänglich auf der Seite der Japaner stand, wandte es sich im Juli 1944 den Alliierten zu und trat 1946 den Vereinten Nationen bei.

Der derzeitige Monarch, König Rama IX, bestieg 1946 den Thron. Seither hat die Regierung oft gewechselt. Die thailändische Bevölkerung erlebte militärische Coups, politische und soziale Unruhen und auch schwierige Koalitionen. Durch all diese Zeiten blieb der König der stabilisierende Faktor und wird von seinem Volk weiterhin geachtet und geliebt.

Das Christentum in Thailand

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1828 kam Karl Gützlaff, ein Deutscher, als erster Missionar nach Bangkok. Es dauerte jedoch 12 Jahre, bis eine dauerhafte Missionsstation (durch presbyterische amerikanische Missionare) errichtet werden konnte. Nach 19 weiteren Jahren wurde der erste Einheimische getauft. Öffentlicher Widerstand, Verfolgung und die kurze Lebensdauer der Missionare im feucht-heißen Klima beeinträchtigten das Wachstum der christlichen Gemeinde.

Heute sind die Gemeinden im Norden des Landes die stärksten: 75% der Christen Thailands kommen aus dieser Gegend, gehören aber zum Grossteil zu ethnischen Minderheiten.

Die ÜMG kam 1951 nach Thailand. Heute ist die Bevölkerung offener für das Evangelium als je zuvor. In verschiedenen Provinzen kommen wöchentlich Menschen zum Glauben.

Die Regionen im Einzelnen:

Im Norden arbeiteten ÜMG Missionare unter den Bergvölkern Mien (Yao), Hmong (Meo), Akha und Lisu. 1956 wurde die Bibelschule in Phayao eröffnet, um dort Christen aus den Bergvölkern zu Pastoren auszubilden. Auch unter anderen Volksgruppen, wie den Pwo Karen und Shan, wurde die Arbeit aufgenommen. Einige sind sehr offen für das Evangelium, andere Stammesvölker haben kein Interesse. Zur Zeit schult die ÜMG Christen aus Stammesgruppen, um das Evangelium über geografische Grenzen hinaus zu tragen, aber auch Gemeinden unter den Thais zu gründen.

In Zentralthailand gab es, bevor die ÜMG 1952 dort anfing, kaum ein christliches Zeugnis. Die erste Priorität war es deshalb, zunächst möglichst viele Thais mit der Guten Nachricht zu erreichen.

1954 wurden die ersten Kliniken eröffnet. Von 1956-2007 trug das Missionskrankenhaus in Manorom entscheidend zum Gemeindewachstum in Nordthailand bei. Bis heute weiß sich die ÜMG der Pionier-Evangelisation verpflichtet und arbeitet in Partnerschaft mit den heranwachsenden Gemeinden bis zu deren Selbständigkeit.

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In Bangkok befinden sich die Feldleitung der ÜMG für Thailand sowie ein Verlagshaus und andere zentralisierte Arbeitszweige. 1966 begann die ÜMG hier mit einer Studentenarbeit, die zur Gründung von "Christliche Thai Studenten" (ähnlich der SMD) führte. Auch am Entstehen des “Bangkok Bible College and Seminary” 1971 war die ÜMG maßgeblich beteiligt. Gemeindearbeit hat seit jeher hohe Priorität.

Reaching Bangkok's urban poor with micro-enterprise projects and education initiatives.

Bevor die ÜMG 1952 Missionare in den Süden schickte, bestand dort keine feste christliche Arbeit. Ein Brückenkopf wurde mit der medizinischen Arbeit geschlagen: einem kleinen Krankenhaus in Saiburi (1956) und verschiedenen Lepra-Dorfkliniken (ab 1966). Die Arbeit unter Thai-Chinesen wuchs. Heute wird die Zahl von Jesus-Nachfolgern unter Malaien allerdings nur auf ca. 60 geschätzt. Wer lässt sich zu Gottes Ehre unter Muslimen in Südthailand einsetzen?

Die christliche Gemeinde in Thailand wächst jährlich um etwa 5%. Erfreulich ist, dass sie sich zu einer sendenden Gemeinde mit einem missionarischen Anliegen entwickelt. So konnte die ÜMG Thailand bereits mehrere Thaichristen in andere ostasiatische Länder aussenden.

Prioritäten der ÜMG

  • Mitarbeiter für biblischen Lehre in Gemeinden
  • Arbeit unter Muslimen
  • Studentenarbeiter
  • Bibelübersetzer
  • Verwaltung und IT
  • Englischlehrer

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